Unser letzter Besuch im Hospiz

                                                                                                       Januar   2006

Heute ist es kein Hospiz mehr , da inzwischen immer mehr Kinder das Haus wieder verlassen können - Dank gezielter Hilfe , es hat sich sehr viel Neues ergeben , seit wir nicht mehr dort waren - Es ist jetzt statt Hospiz , ein WAISENHAUS .

 

Mein Mann Herbert und ich , hatten uns vorgenommen , dieses mal mit dem Zug von Mombasa nach Nairobi zu fahren . Da wir immer in Mombasa - Südküste  am Diani Beach , unseren Urlaub verbrachten , war es immer eine Strapaze bis zum Hospiz . Bisher immer mit dem Bus , eine Fahrt ca. 7 - 8 Stunden unterwegs  , eine Übernachtung in Nairobi / Karen und am nächsten Morgen wieder retoure .

Zuerst vom Hotel aus , eingefercht im Matatu bis Ukunda , das ist der 1. Ort / Dorf vom Hotel aus , dann umsteigen in ein anderes Matatu bis zur Fähre - 

siehe Foto , Menschen , Menschen , Kopf an Kopf kommen hier von der Fähre . Alle 10 Minuten etwa , sind alle Fähren so voll.

In dieser Menschenmenge , gehen wir mit nach oben - dort müssen wir uns dann ein " passendes " Matatu suchen , was bis zum Zug Bahnhof in Mombasa fährt , da wir keines fanden , fuhr uns ein Taxi direkt vor den Bahnhof.

Dort hatten wir bis zur Abfahrt noch viel Zeit , konnten noch Kenia - Kaffee trinken und in aller Ruhe unser Schlaf-Abteil suchen , war ja reserviert , 1. Klasse !

Von unserem Hotel gab uns der liebe Jotham , den wir schon sehr viele Jahre aus dem Hotel kennen , er arbeitet an der Rezeption und spricht sehr gut deutsch , ein gutes Lunch Paket mit .

Belegte Brote , Eier , Obst und Wasser zum Trinken . Ein super Service von ihm , er tauschte auch mein Handy mit seinem aus , so waren wir gut ausgerüstet .

Ein Zugbegleit-Boy machte unsere Betten , die Lampe im Abteil blinkte egal weg - ging nicht an - und auch nicht aus. Leider konnte der Boy daran nichts ändern und wir machten ja später eh` das Licht aus. Nachts mußte Herbert mal das WC im Zug aufsuchen ( es war natürlich nur 1 Loch im Fußboden - an den Seitenwänden 2 Stangen zum festhalten ) -

Ich lag wach  und wartete daß er zurück kam , - da schob eine schwaze Hand die Tür vom Abteil auf - mein Herz rutschte sonst wo hin , vor großem Schreck konnte ich nicht schreien - es war der Begleiter - Boy und sagte , daß ich die Tür verriegeln muß !!! Es fahren oftmals Boys mit , die nur wegen Raubüberfall mit fahren .Sie rauben die Touristen aus und bringen sie auch oftmals um ! Er blieb so lange in der Tür stehen bis Herbert zurück kam.

Für mich war an Schlaf nicht mehr zu denken , denn die Verriegelung ließ sehr zu wünschen übrig .So eine Zugfahrt hatten wir bisher aber auch noch niemals erlebt . Er ruckte , blieb sofort stehen wie Vollbremsung - und das alles über 16 Stunden ca. am Stück .